Thema: Passender Sattel

Für viele Reiter wohl ein echtes Horrorthema. So auch für mich! Ich habe fast 1,5 Jahre damit verbracht nach einem passenden Sattel für meinen alten Herrn zu suchen. Aber am Ende bin ich fündig geworden - yuhu!

Doch zuerst möchte ich euch erklären, wie ihr mit wenig Aufwand feststellen könnt, ob dieses Thema wohl auch für euch mal wieder relevant ist: "Wie merke ich, dass mein Sattel nicht mehr passt?".

Danach möchte ich euch zeigen, was es neben den herkömmlichen Sätteln mit starrem Baum für tolle Möglichkeiten gibt. Außen vor müssen leider Westernsättel bleiben, da ich von diesen echt keine Ahnung habe. Für diese gelten sicher die allgemeingültigen Richtlinien (wo darf Druck hin, wo nicht), aber dafür weiß ich einfach nicht genug.

An dieser Stelle möchte ich schonmal darauf hinweisen, dass meine Ansichten auf subjektiven Erfahrungen beruhen. Für Richtigkeit und Vollständigkeit übernehme ich keine Gewähr!

Wie merke ich, dass mein Sattel (nicht) passt?

Es gibt einige Griffe, mit denen ihr ohne viel Aufwand feststellen könnt, dass euer Sattel nicht mehr passt. Solltet ihr feststellen, dass eurer Sattel bei allen angesprochenen Punkten gut wegkommt - Glückwunsch! Das sehe ich leider nicht sehr oft.

Ich spreche hier in erster Linie von 

1. Punkt: Dein Gefühl

Fühlst du dich wohl in deinem Sattel? Drückt er irgendwo? Nervt er dich? Läuft dein Pferd besser/genauso gut wie ohne Sattel oder auch ohne Reiter? "Zickt" dein Pferd beim Satteln? Beim Gurten?

Hör auf dein Gefühl. Wenn du denkst, dass irgendetwas nicht stimmt, dann nimm das durchaus ernst. "Zicken" beim Satteln ist keine Unart, kein Frechsein von deinem Pferd. Es möchte sich dir mitteilen: Dieser Sattel ist schei*e! Natürlich kann es sein, dass dein Pferd früher einen unpassenden Sattel tragen mussten und die "Zickerei" noch eine alte Angewohnheit ist.

Aus Erfahrung kann ich aber sagen, dass diese Angewohnheit mit der Zeit schwächer werden sollte. Wenn du dir sicher bist, dass der Sattel passt, dann kannst du das Satteln sogar richtig mit deinem Pferd üben. Z.B. mit dem Clickertraining. Aber das würde hier zu weit führen...!

 

2. Punkt: Dein Hintern, deine Beine

Ein wichtiger Punkt bei der Sattelfrage ist, ob der Sattel DIR überhaupt passt. Passt dein Hintern gut rein? Sind die Sattelblätter lang genug für dich? Passen die Pauschen zu deinem Bein? Ist die Bügelaufhängung an der richtigen Stelle?

An dieser Stelle kann man sicher einige Abstriche machen. Aber: Nur wer sich im Sattel wohl fühlt kann locker reiten. 

Da du diesen Punkt sicher ohne mich entscheiden kannst, möchte ich mich dazu auch gar nicht weiter auslassen.

 

3. Punkt: Der Schwerpunkt

Die Mitte deines Sattels sollte dort sein, wo der Schwerpunkt des Pferdes liegt. Stell dir vor (oder mach es sogar ;)), dass du eine Murmel auf den Sattel legst. Wo wird diese liegen bleiben?

 

4. Punkt: Das Kopfeisen

5. Punkt: Die Wirbelsäulenfreiheit

6. Punkt: Brückebildung

7. Punkt: Die Sattelkissen

Stell dich hinter dein Pferd und schaue dir die Sattelkissen an. Bei Baumsättel unterscheidet man Keilkissen und Bananenkissen. Schau doch mal, ob deine Sattelkissen eine Naht haben. Wenn ja, dann handelt es sich um Keilkissen. Diese sind (unverständlicherweise) bei den meisten Sätteln verbaut. Diese eignen sich eigentlich nur für sehr, sehr gerade Pferde, ohne Schwung im Rücken. So sind aber die wenigsten Pferde gebaut.

Für Pferde mit Schwung (stark übertrieben gesagt mit einer Hängebrücke als Rücken ;)) und auch für sehr kurze Pferde eignen sich Bananenkissen viel besser. Warum? Sie folgen der Rückenlinie und schwingen "nach hinten weg". Das gibt dir mehr Platz für deinen Hintern und es bohren sich auch keine Kissenkeile in den runden Rücken deines Pferdes.

Vereinfacht gesagt: Keilkissen sind wie ein Brett, ergo muss auch dein Pferd ein Brett sein - schnurgerade. Bananenkissen sind wie eine Banane, geschwungen eben, und dein Pferd darf genauso geschwungen sein.

 

Davon unabhängig sollte die Winkelung/Form der Sattelkissen den Rundungen deines Pferdes entsprechen. Sie sollten möglichst großflächig und gleichmäßig (!) auf dem Rücken aufliegen. Nur so ist eine gute Druckverteilung gewährleistet.

 

Wenn du die Kissen anfasst, dann sollten sie zwar relativ hart sein, aber nicht bretthart. Immerhin sollen sie den weichen Übergang vom starren Sattelbaum zum weichen Pferderücken bilden. Du solltest auch keine Knubbel spüren. Sollten dort welche sein, so kann einfach die Füllung der Kissen ausgetauscht werden.

 

Über die Sattelkissen werden Sättel übrigens auf dein Pferd angepasst. Man kann je nach Trainings- oder Ernährungszustand über diese (einzige) weiche Kompenente die Form des Sattels beeinflussen.

 

8. Punkt: Widerristfreiheit

Wichtig ist - und das gilt auch für baumlose Sättel -, dass der Widerrist frei von Druck bleibt. Der Sattel darf nicht aufliegen. Es sollten immer (auch unter Reitergewicht und bei längeren Ritten!) einige Finger darunter passen.

Weiterhin wichtig ist, dass der Sattel nicht nur noch "oben" genug Freiraum lässt, sondern auch die seitliche Widerristfreiheit kontrolliert wird: Wenn du 1-2 Finger an den Rist legst und diese seitlich am Pferd runterfahren lässt, dann sollten bis zum Sattel 2-3 Finger Platz sein.

 

9. Punkt: Die Länge des Sattels

 

10. Punkt: Die Gurtung

11. Punkt: Der Sattelgurt

12. Punkt: Das sog. "Carolapad"


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